Die Nutzung des Grünlands mit Dam- oder Rotwild ist eng mit dem Weideverhalten der Tiere verbunden. Dieses bestimmt die Anforderungen an ein gutes Weidemanagement, welches für eine erfolgreiche landwirtschaftliche Wildhaltung unverzichtbar ist. Es ist sicherzustellen, dass das Grünland während der Vegetationszeit die einzige Äsung ist, dass das Gehege einen artgerechten Lebensraum bietet und dass auch das Winterfutter weitgehend im Gehege gewonnen werden kann. Ebenso wirken sich standortangepasste Besatzstärken und das Management auf alle wichtigen Leistungsparameter, wie eine hohe Produktivitätszahl, gute Gewichtsentwicklung und Absatzproduktion
sowie die Produktqualität aus. Im Seminar stellt der gastgebende Betrieb sein Gatter und dessen Bewirtschaftung vor. Eine Besonderheit ist hier die Möglichkeit zur Einzeltierwiegung. Schwerpunkte des Fachprogramms sind u. a. die fachgerechte Weidepflege sowie das Weidemanagement und die Tiergesundheit. Weiterhin werden Maßnahmen und Strategien zur Anpassung der Weideführung an den Klimawandel diskutiert und die Möglichkeiten von Schutzmaßnahmen gegen den Wolf und die dafür aktuellen Fördermöglichkeiten vorgestellt. Die Teilnehmer können praxisbezogen vor Ort ihre Erfahrungen austauschen und diskutieren. Wir laden Sie herzlich zur Veranstaltung ein.
Programm:
16:00 Uhr Begrüßung
– Vorstellung und Besichtigung des Wildgatters im gastgebenden Betrieb (u. a. Wildzaun, Fanganlage, Nachsaattechnik)
– Aktuelle Aspekte zur Gatterwildhaltung aus Sicht der Tierhaltung und Grün-landwirtschaft
– Weideführung und Klimawandel: Maßnahmen und Strategien zur Anpassung
– Spezialzäune für die Wildgatterhaltung sowie Weidemann Ladertechnik zur Grünlandpflege (Land- und Gartentechnik Friedrich GmbH)
– Schutzmaßnahmen gegen den Wolf und Fördermöglichkeiten
19:00 Uhr Ende der Veranstaltung
– Referenten Dietmar Wein, Betriebsinhaber; Dr. Manfred Golze, Kleinpelsen; Ulrich Klausnitzer, Fachbüro für Naturschutz und Landschaftsökologie; Dr. Gerhard Riehl, LfULG