Im Rahmen des EU-LIFE Projekts „LIFE4HamsterSaxony“ (2025 – 2031), werden innovative ackerbauliche Maßnahmen entwickelt, die den Anforderungen des Feldhamsterschutzes entsprechen und zugleich praxistauglich in landwirtschaftliche Betriebe integriert werden können.
Im Mittelpunkt steht der Einsatz des Stripper Headers als Schneidvorsatz für den Mähdrescher. Dabei werden nur die Körner geerntet, während das Stroh als hohe Stoppel auf dem Feld verbleibt. Dies erhält die Bodenbedeckung und schafft wertvolle Strukturen für den Feldhamster und weitere Arten der Agrarlandschaft. Gleichzeitig profitieren landwirtschaftliche Betriebe unter anderem von einer höheren Flächenleistung, geringerem Kraftstoffverbrauch und einer besseren Nutzung kurzer Erntefenster. An trockenen Standorten trägt das verbleibende Stroh zum Erhalt der Bodenfeuchtigkeit bei und verbessert die Voraussetzungen für die Direktsaat.
Beim Feldtag berichten Landwirtinnen und Landwirte über ihre Erfahrungen, der Stripper Header wird vor Ort präsentiert und ein entsprechend geerntetes Feld besichtigt.
Wir laden Sie herzlich zur Veranstaltung ein.
Programm
ab 09:00 Uhr Begrüßung und Vorstellung
09:10 Uhr Aktueller Stand im EU-Life-Projekt:
– Eva Köhler, LfULG Sachsen
– Katrin Uhlig, Privates Institut für Nachhaltige Landbewirtschaftung GmbH
09:25 Uhr Vorstellung Technik am Stripper Header
Funktionsprinzip
– Unterschiede zum Schneidwerk,
– Einsatzgebiete: Kulturen und Voraussetzungen
Dietmar Pöhler, Shelbourne Reynolds Engineering Ltd, Stephan Frank, Landwirtschaftsbetrieb Frank, Sachsen- Anhalt
09:55 Uhr Besichtigung eines geernteten Feldes
– Begutachtung der Stoppelhöhe und Erntereste
– Habitatbedingungen für Feldhamster
10:10 Uhr Einsatz von Stripper Headern: Erfahrungen aus der Praxis
Hermann Hoyer, Landwirtschaftsbetrieb Achelstädt, Thüringen, Stephan Frank, Landwirtschaftsbetrieb Frank, Sachsen- Anhalt, Martin Müller, Landwirt im Projekt LIFE4HamsterSaxony
11:00 Uhr Austausch und Kaffee
11:45 Uhr Ende der Veranstaltung
Moderation: Eva Köhler, LfULG, Katrin Uhlig, Privates Institut für Nachhaltige Landbewirtschaftung GmbH