Innovationsprojekt Grazing4Future: Mutterkuh mit Kalb auf einer grünen Weide
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Neue Zäune braucht das Land

Wie das Projekt „Grazing4Future“ die sächsische Weidehaltung revolutioniert

  • Digitalisierung im Einklang mit der Natur: Modernes Weidemanagement fördert das Tierwohl, stärkt die Biodiversität und entlastet landwirtschaftliche Betriebe.
  • Artgerecht und zukunftssicher: Ein innovativer Systemansatz macht die Weidehaltung von Rindern und Schafen attraktiver.
  • Vom Fleck weg digitalisiert: Smarte Tracking-Systeme und automatisierte Zaunlösungen sichern das Tierwohl auf Sachsens Grünland.

Dresden, 09. Juni 2026 – Das Bild von einer „glücklichen Kuh“ auf der Weide ist für viele Menschen der Inbegriff einer intakten, artgerechten Landwirtschaft. Auch beim täglichen Einkauf achten immer mehr Konsument:innen auf eine verlässliche Tierwohl-Kennzeichnung auf den Verpackungen und greifen gezielt zu Produkten, die für höhere Standards, bspw. nachhaltige Milch, stehen. Doch was im Supermarktregal für ein gutes Gewissen sorgt, bedeutet für die Betriebe vor Ort oft einen enormen bürokratischen Dokumentationsaufwand, hohe Arbeitsbelastung und wirtschaftlichen Druck. Um diese wertvolle Form der Weidehaltung zukunftssicher zu machen, setzt das Innovationsbündnis LAND.VISION genau jetzt auf smarte Unterstützung. Mit dem Projekt Grazing4Future startet ein wegweisendes Vorhaben, das die Brücke zwischen traditioneller Weidewirtschaft und modernster Digitalisierung schlägt.

Das Konzept: Entlastung für den Menschen, Wohlbefinden für das Tier

„Grazing4Future“ setzt dort an, wo es in der täglichen Praxis oft hakt: beim enormen Zeit- und Arbeitsaufwand für das Weidemanagement. Durch den gezielten Einsatz digitaler Werkzeuge wird die Weidehaltung grundlegend modernisiert, ohne ihren natürlichen Charakter zu verlieren.

Das Projekt entwickelt und erprobt ein integratives System aus verschiedenen technologischen Bausteinen:

  •  Automatisierte Zaun-Systeme: Virtuelle Zäune erleichtern flexible Umtriebsweiden und sparen den Arbeitskräften wertvolle Stunden bei der täglichen Kontrolle und beim Umkoppeln.
  • Smartes Tier-Tracking: Sensoren am Halsband geben in Echtzeit Aufschluss über den Aufenthaltsort und das Verhalten der Rinder und Schafe auf weitläufigen Flächen.
  • Datengestütztes Grünlandmanagement: Digitale Tools ermöglichen es, Weidesysteme grundsätzlich neu und effektiv zu gestalten. Zielkonflikte zwischen Landwirtschaft auf der einen Seite und Umwelt- und Naturschutz auf der anderen Seite, die bei der herkömmlichen Weidewirtschaft kaum aufgelöst werden können, werden weitgehend abgeschwächt. Das hilft, das agronomisch und ökologisch hochwertige Grünland in Sachsen zu erhalten.

Arbeitswirtschaftlichkeit und Ökologie im Einklang

Das große Ziel von „Grazing4Future“ ist es, die Weidehaltung so effizient zu gestalten, dass sie für sächsische Betriebe wieder zu einer echten Alternative wird. Indem der administrative und praktische Aufwand sinkt, bleibt mehr Zeit für das Wesentliche: die Gesundheit der Tiere und die Qualität der Erzeugnisse. Gleichzeitig wird der positive Fußabdruck der Weidehaltung auf Umwelt und Biodiversität wissenschaftlich begleitet und messbar gemacht.

Gefördert wird das Innovationsprojekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Programms „WIR! – Wandel durch Innovation in der Region“ und von der Georg-August-Universität Göttingen – Department für Nutzpflanzenwissenschaften (Graslandwissenschaft), zusammen mit dem Biohof zur Steinbrückmühle Hänel GbR, durchgeführt.
Mit „Grazing4Future“ zeigt LAND.VISION eindrucksvoll, dass Digitalisierung nicht im Stall aufhören muss, sondern auf der Weide einen entscheidenden Beitrag für den Klima- und Artenschutz von morgen leisten kann.


Download:

LAND.VISION Pressemitteilung „Grazing4Future“ & Fotos

Zugehöriges Projekt

Grazing4Future

Georg-August-Universität Göttingen – Department für Nutzpflanzenwissenschaften (Graslandwissenschaft) / Biohof zur Steinbrückmühle Hänel GbR

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